Die Turner-Tagebücher

Kapitel 2


18. September 1991: In den letzten zwei Tagen kam es zu einer fast schon komödienhaft anmutenden Reihe von Irrtümern, die heute beinahe zu einer Tragödie geführt hätten. Nachdem die anderen es gestern endlich geschafft hatten, mich aufzuwecken, berieten wir unsere nächsten Schritte. Als erstes, darin stimmten wir alle überein, mußten wir uns bewaffnen und danach ein besseres Versteck suchen.
Unsere vierköpfige Einheit mietete diese Wohnung vor sechs Monaten unter einem falschen Namen, um sie im Notfall zur Verfügung zu haben. Wir kamen damit gerade noch rechtzeitig einem neuen Gesetz zuvor, das von einem Vermieter verlangt, die Sozialversicherungsnummer eines jeden neuen Mieters unverzüglich der Polizei zu melden. Da wir dieser Wohnung bis jetzt ferngeblieben sind, hat die politische Polizei mit Sicherheit noch keinen von unserer Einheit mit dieser Adresse in Verbindung gebracht.
Für längere Zeit können wir jedoch unmöglich alle in dieser Wohnung leben, da sie zu klein ist und außerdem nicht genügend Schutz vor den neugierigen Augen der Nachbarn bietet. Als wir uns für diese Wohnung entschieden, wollten wir zu sehr sparen.
Geld ist im Moment unser Hauptproblem. Wir haben zwar in der Wohnung Nahrungsmittel, Medikamente, Werkzeuge, Ersatzkleidung, Straßenkarten und sogar ein Fahrrad bereitgestellt, aber tatsächlich nicht an Geld gedacht. Als wir vor zwei Tagen die Nachricht erhielten, daß sie wieder Leute verhafteten, hatten wir leider keine Möglichkeit mehr, Geld bei der Bank abzuheben, da es noch zu früh war. Und jetzt sind unsere Konten bestimmt gesperrt.
So verfügen wir alle zusammen nur über so viel, wie wir an jenem Morgen in der Tasche hatten: ein wenig mehr als siebzig Dollar. (Hinweis für den Leser: In der alten Ära hieß die Währung der Vereinigten Staaten "Dollar". 1991 bekam man für zwei Dollar ein halbes Kilo Brot oder ungefähr 250 Gramm Zucker.)
Das Fahrrad in der Wohnung ist unser einziges Fortbewegungsmittel, da wir planmäßig alle unsere Autos, nach denen die Polizei mit Sicherheit sucht, zurückgelassen haben. Selbst wenn wir ein Auto behalten hätten, könnten wir nirgendwo tanken. Da unsere Rationierungsmarken für Benzin mit unserer Sozialversicherungsnummer magnetisch kodiert sind und wir sie beim Tanken jedesmal in den Computer stecken müssen, würde die Zapfsäule "kein Bezug möglich" anzeigen und das FBI, das den zentralen Computer überwacht, sofort auf unsere Spur führen.
Gestern nahm George, der unser Kontaktmann zur Einheit 9 ist, das Fahrrad und radelte zu ihnen hinüber, um mit ihnen über die Lage zu sprechen. Sie sind ein wenig besser dran als wir. Sie verfügen über ungefähr 400 Dollar, müssen aber zu sechst zusammengepfercht in einem Loch in der Wand hausen, das nach Georges Ansicht noch schlechter ist als unsere Unterkunft.
Sie haben jedoch vier Wagen und einen beträchtlichen Vorrat an Benzin. Carl Smith, einer der Ihrigen, hat für jeden in der Einheit, der ein Auto besitzt, täuschend echte Nummernschilder angefertigt. Wir hätten dasselbe tun sollen, aber dafür ist es jetzt zu spät.
Die Leute von Einheit 9 boten George einen Wagen und fünfzig Dollar in bar an. Beides nahm er dankend an. Außer dem Benzin im Tank des Wagens wollten sie ihm aber nichts von ihrem Treibstoffvorrat überlassen.
Wir hatten also weiterhin weder genug Geld, um eine andere Wohnung zu mieten, noch ausreichend Benzin für die Hin- und Rückfahrt zu unserem Waffenversteck in Pennsylvania. Und wir konnten nicht einmal Lebensmittel für eine Woche kaufen, wenn unser Vorrat in voraussichtlich vier Tagen aufgebraucht sein würde.
Das Netzwerk wird in zehn Tagen errichtet sein. Bis dahin sind wir uns selbst überlassen. Man erwartet von uns, daß wir unsere Versorgungsprobleme gelöst haben werden und zusammen mit den anderen Einheiten in Aktion treten können, wenn wir ans Netzwerk angeschlossen werden.
Hätten wir mehr Geld, könnten wir alle unsere Probleme -- einschließlich unserer Benzinknappheit -- lösen. Auf dem Schwarzmarkt ist Benzin immer erhältlich, kostet aber bei zweieinhalb Dollar pro Liter fast doppelt so viel wie an einer regulären Tankstelle.
Bis heute nachmittag zerbrachen wir uns den Kopf über unsere Situation. Dann entschieden wir uns, nicht noch mehr kostbare Zeit zu verschwenden und einfach in die Stadt zu fahren, um uns Geld zu nehmen. Henry und mir fiel diese unangenehme Aufgabe zu, da George, der als einziger den Netwerkcode kennt, auf keinen Fall das Risiko eingehen durfte, verhaftet zu werden.
Zuerst ließen wir uns von Katherine schminken. Sie spielt bei einem Laientheater mit und hat die Fähigkeit und die Mittel, das Aussehen einer Person komplett zu verändern.
Ich wollte einfach in das nächstbeste Spirituosengeschäft marschieren, dem Verkäufer mit einem Ziegelstein eins über die Rübe geben und das Geld aus der Kasse nehmen.
Henry war damit nicht einverstanden. Seiner Meinung nach durften wir keine Mittel anwenden, die unseren Zielen widersprachen. Wenn wir anfingen, die Leute auszuplündern, um so an Geld zu kommen, würde man uns ungeachtet unserer hehren Ziele schnell als eine Bande gewöhnlicher Krimineller betrachten. Und, schlimmer noch, wir würden uns schließlich selbst als solche fühlen.
Henry betrachtet alles unter dem Gesichtspunkt unserer Ideologie. Nur wenn er eine Aktion mit unseren Ideen vereinbaren kann, heißt er sie gut.
Henrys Haltung mag auf den ersten Blick unpraktisch sein, aber ich glaube, daß er recht hat. Nur wenn aus unseren Ansichten ein lebendiger Glaube resultiert, der uns tagtäglich begleitet, vermögen wir die moralische Kraft aufzubringen, die zur Bewältigung der vor uns liegenden Hindernisse und Entbehrungen erforderlich ist.
Ich verstand, daß wir die Ziele für unsere Überfälle sozial bewußt aussuchen mußten. Wenn wir den Leuten schon die Köpfe einschlugen, dann sollten es jene sein, die nichts besseres verdienten.
Wir hatten vor einiger Zeit eine unserer jungen Frauen als freiwillige Helferin zum Northern Virginia Human Relations Council geschickt, die dort eine Liste mit aktiven Mitgliedern der Organisation mitgehen ließ. Wir verglichen die in den Gelben Seiten des Telefonbuchs aufgeführten Spirituosengeschäfte mit den Namen auf der Liste und entschieden uns für "Bermans Weine und Spirituosen, Inhaber Saul J. Berman".
Da wir keine Ziegelsteine zur Hand hatten, rüsteten wir uns mit Totschlägern aus, die aus langen, mit großen Seifenstücken gefüllten Skisocken bestanden. Henry steckte sich noch ein Fahrtenmesser in den Gürtel.
Wir parkten ungefähr eineinhalb Häuserblocks entfernt um die Ecke von Bermans Spirituosen. Als wir hineingingen, war der Laden leer. Nur ein Schwarzer stand an der Kasse und paßte auf den Laden auf.
Henry sprach ihn an und verlangte eine Flasche Wodka, die hinter ihm auf einem hohen Regal stand. Als er sich umdrehte, gab ich ihm mit dem Totschläger kräftig eins auf den Hinterkopf. Er sank lautlos zu Boden und blieb regungslos liegen.
Henry leerte in aller Ruhe die Kasse und eine Zigarrenschachtel, die sich unter dem Tresen befand und die größeren Scheine enthielt. Wir spazierten hinaus und gingen in Richtung unseres Wagens. Wir hatten etwas mehr als 800 Dollar ergattert. Wie erstaunlich gut doch alles geklappt hatte.
Drei Läden weiter blieb Henry plötzlich stehen und zeigte auf ein Schild an der Tür: "Bermans Delikatessen". Er stieß die Türe auf und ging ohne zu zögern hinein. Anstatt zu versuchen, ihn zurückzuhalten, ließ mich ein plötzlicher, verwegener Impuls ihm folgen.
Berman selber stand hinter dem Ladentisch im hinteren Teil des Ladens. Henry lockte ihn von dort hervor, indem er nach dem Preis eines Artikels fragte, den Berman vom Ladentisch aus nicht klar erkennen konnte.
Als er an mir vorbeiging, schlug ich mit aller Kraft zu. Ich fühlte, wie die Seifenstücke durch die Kraft des Schlages zersprangen.
Berman ging jaulend zu Boden und versuchte in den hinteren Teil seines Ladens zu kriechen, während er sich beinahe die Lunge aus dem Hals schrie. Sein Geschrei setzte mir so zu, daß ich mich nicht mehr bewegen konnte.
Doch Henry blieb cool, sprang mit einem Satz auf Bermans Rücken, packte ihn an den Haaren und schnitt ihm flink die Kehle von einem Ohr zum anderen durch.
Eine Sekunde lang war es totenstill. Dann kam eine fette, lächerlich aussehende Frau von etwa sechzig Jahren -- wahrscheinlich Bermans Witwe -- aus dem hinteren Raum gestürzt. Sie schwang ein Hackbeil und stieß einen ohrenbetäubenden Schrei aus.
Henry warf ein großes Glas koschere Mixed Pickles nach ihr und landete einen Volltreffer. Sie ging in einem Meer von Glassplittern und Pickles zu Boden.
Danach räumte Henry die Kasse aus und leerte die Zigarrenschachtel mit großen Scheinen unter dem Ladentisch.
Als die fette Frau aufs neue entsetzlich zu schreien begann, war ich urplötzlich wieder bei mir und folgte Henry zur Vordertür hinaus. Er mußte mich am Arm festhalten, damit ich nicht vor Schreck wegrannte.
Wir brauchten nur gerade fünfzehn Sekunden bis zu unserem Auto, aber mir kam es eher wie fünfzehn Minuten vor. Ich war völlig außer mir. Erst nach mehr als einer Stunde hörte ich auf zu zittern und konnte wieder einigermaßen ruhig sprechen. Was war ich doch für ein Terrorist.
Wir hatten insgesamt 1426 Dollar erbeutet; genügend Geld also, um unserer Einheit Lebensmittel für mehr als zwei Monate zu kaufen. Eins stand fest: Sollten wir noch mehr Läden überfallen, mußte Henry dies alleine erledigen. Ich hatte einfach nicht die Nerven dazu, was ich spätestens in dem Augenblick bemerkt hatte, als Berman zu schreien anfing.
19. September: Wenn ich lese, was ich geschrieben habe, kann ich kaum glauben, daß dies alles geschehen sein soll. Bis vor den Waffenrazzien vor zwei Jahren führte ich ein Leben, das sich kaum von demjenigen meiner Mitmenschen unterschied.
Selbst nachdem ich verhaftet worden war und meine Stelle im Laboratorium verloren hatte, konnte ich fast so gut leben wie jeder andere, indem ich mein Geld mit Beratungsdiensten und speziellen Arbeiten für ein paar Elektronikfirmen in der Gegend verdiente. Aus dem Rahmen fiel lediglich mein Engagement für die Organisation.
Jetzt ist alles unsicher und chaotisch. Über die Zukunft nachzudenken deprimiert mich. Es ist unmöglich vorauszusehen, was kommen wird. Ich weiß jedoch, daß ich nie mehr das ruhige und beschauliche Leben von einst führen kann.
Es sieht so aus, als ob meine Aufzeichnungen den Beginn eines Tagebuchs darstellten. Vielleicht hilft es mir dabei, die Ereignisse und Gedanken eines Tages zu Papier zu bringen, die Dinge geordneter und klarer zu sehen und mich an mein neues Leben zu gewöhnen.
Es ist schon eigenartig, wie all die Begeisterung, die ich hier am ersten Abend verspürte, einem Gefühl der Angst gewichen ist. Möglicherweise wird mir der morgige Tag neue Zuversicht geben. Henry und ich werden nach Pennsylvania fahren, um unsere Waffen auszugraben, während sich George und Katherine auf die Suche nach einer neuen Unterkunft für uns alle begeben.
Heute haben wir die letzten Vorbereitungen für unsere Fahrt getroffen. Laut Plan müßten wir eigentlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zu dem kleinen Ort Bellefonte fahren und dann die letzten zehn Kilometer bis zu unserem Versteck im Wald zu Fuß zurücklegen. Wir werden jedoch mit dem Auto, das uns Einheit 9 überlassen hat, hinfahren.
Wir haben ausgerechnet, daß wir zu dem Benzin, das bereits im Tank ist, nur etwa zwanzig Liter zusätzlich brauchen, um zu unserem Versteck hin- und von dort wieder zurückzufahren. Sicherheitshalber haben wir aber zweimal zwanzig Liter Benzin von einem großen Taxiunternehmer in Alexandria gekauft, der immer einen Teil seiner Benzinration auf dem Schwarzmarkt absetzt.
Mit der Rationierung in den letzten Jahren hat auch die Korruption jeglicher Art zugenommen. Ich vermute, daß die Regierungskriminalität im großen Stil, welche die Watergate-Affäre vor wenigen Jahren enthüllte, mittlerweile auch auf den kleinen Mann auf der Straße abgefärbt hat. Seit die Leute erkannt haben, daß die hohen Tiere in der Politik Gauner sind, neigen auch sie eher dazu, das System hier und da zu betrügen. Die neue Rationierungsbürokratie und der wachsende Prozentsatz Nichtweisser in allen Ebenen des Beamtenapparates haben diese Tendenz zur Unehrlichkeit noch verstärkt.
Die Organisation hat die Korruption in unserem Land immer kritisiert. Wir müssen jedoch eingestehen, daß sie uns jetzt vieles erleichtert. Würde jedermann die Gesetze beachten und alles nach Vorschrift erledigen, könnten wir als Gruppe im Untergrund kaum existieren.
Wir könnten kein Benzin kaufen und wären wohl auch nicht imstande, die unzähligen bürokratischen Hindernisse, durch die das System das Leben unserer Mitbürger zunehmend einengt, zu überwinden. Wie die Dinge aber liegen, helfen uns die Bestechung eines örtlichen Beamten hier und ein paar Dollar unter dem Tresen für einen Angestellten oder eine Sekretärin da, viele Regierungsvorschriften zu umgehen, die uns sonst jegliche Bewegungsfreiheit nähmen.
Je mehr die öffentliche Moral in Amerika derjenigen in einer Bananenrepublik gleicht, desto einfacher wird es für uns zu agieren. Da jedoch alle ihre Hand aufhalten, brauchen wir viel Schmiergeld.
Betrachtet man es philosophisch, kommt man nicht umhin festzustellen, daß Korruption und nicht Tyrannei zum Sturz einer Regierungen führt. Eine starke Regierung, mag sie auch noch so repressiv und menschenverachtend sein, braucht sich vor einer Revolution nicht zu fürchten. Aber eine korrupte, ineffiziente und dekadente Regierung, mag sie auch noch so wohlwollend sein, ist immer reif für eine Revolution. Das System, das wir bekämpfen, ist sowohl korrupt als auch repressiv. Wir sollten Gott für die Korruption danken.
Daß nichts über uns in der Zeitung steht, ist besorgniserregend. Die Berman-Sache von neulich, der in der heutigen Ausgabe der Washington Post nur ein einziger Absatz gewidmet ist, ist verständlicherweise nicht mit uns in Zusammenhang gebracht worden, sind Überfälle dieser Art, selbst wenn es dabei zu Toten kommt, doch heutzutage an der Tagesordnung. Ihnen wird kaum mehr Beachtung geschenkt als einem simplen Verkehrsunfall.
Aber warum ist über die Ereignisse vom letzten Mittwoch nichts drin, als die Regierung eine groß angelegte Verhaftungsaktion gegen zweitausend bekannte Mitglieder der Organisation durchführte, die sich fast alle der drohenden Festnahme zu entziehen und von der Bildfläche zu verschwinden vermochten? Wir wissen, daß die Medien mit der politischen Polizei zusammenarbeiten, doch was für eine Strategie verfolgen sie?
Auf der letzten Seite der Zeitung von gestern erschien eine kleine Meldung von Associated Press über die am Mittwoch geglückte Verhaftung von neun "Rassisten" in Chicago und vier weiteren in Los Angeles. Laut Artikel stammen alle Verhafteten aus der gleichen Organisation (sprich: der unsrigen). Weitere Einzelheiten werden nicht erwähnt. Seltsam!
Halten sie die fehlgeschlagenen Verhaftungen etwa geheim, um die Regierung nicht in Verlegenheit zu bringen? Wohl kaum, denn das sähe ihnen nicht ähnlich.
Wahrscheinlich sind sie über die Leichtigkeit, mit der wir uns den Verhaftungen entziehen konnten, doch ein wenig erschrocken. Sie befürchten wohl, daß ein beträchtlicher Teil der Öffentlichkeit mit uns sympathisiert und uns hilft, und schweigen deshalb lieber, um unsere Sympathisanten nicht zu ermutigen.
Wir sollten uns von dieser scheinbaren Ruhe nicht täuschen lassen und wachsam bleiben. Die politische Polizei setzt sicher alles daran, uns zu finden. Wir können es kaum erwarten, bis unser Netzwerk endlich steht und wir regelmäßig Meldungen von unseren Informanten über die Aktionen der Regierung empfangen können.
Inzwischen beschränkt sich unsere Sicherheit darauf, daß wir unser Aussehen verändert und uns mit falschen Papieren ausgerüstet haben. Wir tragen andere Frisuren und unsere Haare sind entweder gefärbt oder gebleicht. Ich habe meine Brille mit randlosen Gläsern gegen eine mit schwerem Gestell eingetauscht, und Katherine trägt anstelle von Kontaktlinsen wieder eine Brille. Henry hat Bart und Schnurrbart abgenommen und ist wirklich kaum wiederzuerkennen. Wir verfügen alle über gut gefälschte Führerausweise, die jedoch einer elektronischen Überprüfung der darin enthaltenen Daten nicht standhalten würden.
Wann immer ein Mitglied unserer Einheit einen riskanten Job auszuführen hat, verhilft ihm Katherine zu einer kurzzeitigen dritten Identität mit Hilfe von Perücken und verschiedenen Gummiteilen, die -- in die Nasenlöcher und in den Mund eingesetzt -- die Gesichtszüge und sogar die Stimme einer Person erheblich verändern. Die Einsätze sind zwar nicht gerade angenehm zu tragen, aber wir können es schon ein paar Stunden mit ihnen aushalten -- wie auch ich einige Zeit ohne meine Brille sein kann, wenn es die Umstände erfordern.
Der morgige Tag wird lang und schwer werden.


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